Obwohl Santorini regelmäßig sehr gut besucht ist, kannst du ganz besondere Dinge erleben und das nicht nur abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Zudem bieten sich atemberaubende Aussichten, erstklassige Küchen, tolle Galerien, ein pulsierendes Nachtleben und exzellente Weine.

Der Tag begann in Firostefani mit dem Blick von einer von vielen Terrassen unter wolkenlosem Himmel. Der Name bedeutet Krone von Firá und wird so genannt, weil der Ort der Gipfel von Fira ist. Meine Blicke wechseln zwischen graubraunen Ruinen, würfelförmigen Häuschen, weißen Kapellen, steilen Klippen und runden Berggipfeln. Ich bin immer noch fasziniert von den Details, die erahnen lassen, welcher Glanz und welcher Erfindergeist sich hier entfaltet hat.

Überleben auf Santorini war immer eine Herausforderung. Der Vulkan ist im Untergrund noch aktiv und Gase entströmen ihm nach wie vor. Dennoch bauten die Menschen ihre Häuser hoch oben in die Kraterwand, unmittelbar an die Kante der ca. 300 Meter hohen Steilküste. Es wirkt schon fast surreal. Unter anderem waren es Maulesel, die das gewagte Bauvorhaben möglich machten. Die Häuser wurden auf die Felsen gesetzt wie Juwelen auf eine Krone. Im Mittagslicht strahlen sie hell und erst zum Sonnenuntergang werden sie in ein sanftes Licht getaucht. Die Menschen konstruierten in den Häusern freitragende, nicht mit der Wand verbundene Treppen aus Holz und Stein. Orthodoxe Kirchen und Kapellen, manche von ihnen sind nicht größer als eine Garage, sind auf der ganzen Insel in großer Zahl errichtet worden. Die Kulissen der Insel sind malerisch. Santorini ist ohne jeden Zweifel ein wunderschönes Eiland. Gerade deshalb ist die kleine Kykladeninsel kein Geheimtipp mehr und die Sonnenuntergänge sind weltweit bekannt. Dutzende von Menschen warten auf die goldene Stunde und das nicht ohne Grund. Der Himmel färbt sich in Pastellfarben, geht über ins violett und dann ins nachtblau. Und während sich die Touristen in Oia die Füße platt stehen, kann man in Firà das Farbenspiel ganz entspannt genießen. Oia ist ein artistisches Dorf an der nordwestlichen Spitze der Insel. Du läufst nach Erreichen des Dorfes Imerovigli einfach immer weiter, etwa 3 Stunden, bergauf, bergab. Auf diesem Pfad schlenderst du am eindrucksvollen Kraterrand entlang: eine atemberaubende Aussicht reiht sich hier wie Perlen an einer Schnur an die nächste, ca. 15 Kilometer lang.

Die Macht der Natur

Vor ca. 3600 Jahren zerriss eine gewaltige Eruption die Insel Thera und es schoss eine 30 Kilometer hohe Säule aus Asche und Schutt in den Himmel – eine Katastrophe war unvermeidbar. Erdbeben beschädigten viele Häuser und das war nur das Vorspiel. Die Afrikanische Platte hatte sich so unter die Eurasische Platte geschoben, dass ein Höllenschlund aufgerissen wurde. Gewaltige Eruptionen ließen eine Caldera entstehen, deren westlicher Rand zum Teil im Meer versunken ist. Wir können Santorin heute als Inselarchipel bezeichnen. Die Santorin-Inselgruppe liegt im südlichen Ägäischen Meer und wird in Griechenland meist Santorini oder Thira genannt.  Sie liegt nördlich von Kreta. Die Landfläche von Santorin erstreckt sich auf ungefähr 90 km². Im Grunde besteht Santorin aus drei Inseln, wobei die Hauptinsel von Santorin (Thira) mit ihrer sichelförmigen Gestalt gegenüber den kleineren Inseln Thirasia und Aspronisi einen beeindruckenden Krater bildet. Die höchsten Erhebungen der Hauptinsel sind nicht aus vulkanischem Gestein sondern aus Marmor und Tonschiefer. An der südlichen Küste habe ich imposante Sandsteinformationen gesehen.

 

Umwelt

Die Müllentsorgung bereitet einem vor Ort Sorgen. Es ist unübersehbar, dass enorme Mengen an Müll anfällt und verarbeitet / entsorgt werden will. Müll und Schrott werden wohl in die ehemaligen Bimssteinbrüche gekippt und der steigende Verkehr mit Mietwagen und Motorrädern belastet die Inseln.